Klimatreff zu Künstlicher Intelligenz

Sel­ber den­ken spart Ener­gie? — Künst­li­che Intel­li­genz – Chan­cen und Risiken

Was bedeu­tet Künst­li­che Intel­li­genz (KI) für unse­re Arbeit, unser Zusam­men­le­ben und unse­re Gesell­schaft? Und wer trägt die Verantwortung?

Mit sol­chen Fra­gen beschäf­tigt sich auch Papst Leo XIV., wie Flo­ri­an Kau­t­z­ky zur Ein­füh­rung in den Kli­ma­treff berich­te­te. Der Papst erkennt die gro­ßen Mög­lich­kei­ten der KI, fragt aber auch: Dient sie dem Wohl der Men­schen – oder führt sie zu einer Kon­zen­tra­ti­on von Macht und Geld bei wenigen?

Eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung ist die rasan­te Ent­wick­lung der KI, die selbst ihre Ent­wick­ler über­rascht. Wie kön­nen mensch­li­che Kon­trol­le und ethi­sche Über­le­gun­gen mit die­ser Geschwin­dig­keit Schritt halten?

Die­sen Fra­gen wid­me­te sich am 7. Okto­ber der „Kli­ma­treff – Mensch und Zukunft“ der Pfar­rei­en­gemein­schaft Markt­ober­dorf im Insti­tut für ange­wand­te Künst­li­che Intel­li­genz und Robo­tik (IKR). Drei Fach­leu­te nah­men sich über zwei Stun­den Zeit für die zahl­rei­chen Interessierten.

Cel­li­ne Völ­ler stell­te das IKR vor, das Wis­sens­trans­fer und unab­hän­gi­ge Bera­tung anbie­tet. Herr Gapp erläu­ter­te das Zusam­men­spiel von KI und Robo­tik. Herr Ellen­rie­der ver­glich KI anschau­lich mit einem „begab­ten Papa­gei mit vie­len Herr­chen und Frauchen“.

KI arbei­tet mit kom­ple­xen Ver­net­zun­gen und Wahr­schein­lich­kei­ten. Stellt man ihr eine Fra­ge, erhält man eine Ant­wort. Was dazwi­schen geschieht, ist selbst für Fach­leu­te oft nicht nach­voll­zieh­bar. Sie spre­chen von einer „Black­box“. Wie sind da Kon­trol­le und Ver­ant­wor­tung noch möglich?

Auch der Ener­gie- und Was­ser­ver­brauch war The­ma. Rechen­zen­tren benö­ti­gen bereits rund 1,5 Pro­zent des welt­wei­ten Stroms. In vier Jah­ren könn­te sich die­ser Ver­brauch ver­dop­peln. Hin­zu kommt ein erheb­li­cher Was­ser­be­darf, unter ande­rem zur Küh­lung. Als Bei­spiel wur­de genannt, dass 10 bis 50 kur­ze KI-Anfra­gen etwa einen hal­ben Liter Was­ser bean­spru­chen kön­nen. Und wie schnell kom­men vie­le Fra­gen zusammen!

Herr Ellen­rie­der gab Tipps zum ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang: Sel­ber den­ken spart Ener­gie und stärkt die Eigen­stän­dig­keit. Oft genügt eine gewöhn­li­che Inter­net­su­che statt KI. Für Über­set­zun­gen reicht häu­fig ein ein­fa­cher Spe­zi­al­dienst. Auch bei der Anbie­ter­wahl lohnt sich ein Blick auf Daten­schutz und Nachhaltigkeit.

Am inten­sivs­ten dis­ku­tiert wur­de jedoch die Fra­ge: Wer trägt die Ver­ant­wor­tung, wenn KI an Ent­schei­dun­gen betei­ligt ist? Wie behal­ten wir die Kon­trol­le über eine Tech­nik, die wir nicht immer verstehen?

Der Kli­ma­treff mach­te deut­lich: KI bie­tet gro­ße Chan­cen. Doch wäh­rend sich die Tech­nik rasant ent­wi­ckelt, brau­chen Kon­trol­le und ethi­sche Ori­en­tie­rung Zeit. Umso wich­ti­ger ist es, dass wir Men­schen Ver­ant­wor­tung übernehmen.

 

Dr. Flo­ri­an Kautzky

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.klimatreff-mensch-und-zukunft.de

Nächs­ter Kli­ma­treff: 6. Novem­ber 2026 um 20 Uhr im Pfarr­heim St. Martin

The­ma: Neue Kli­ma­my­then — Was wirk­lich dran ist

 

📅 7. Oktober 2026