Seelsorge und Glauben

Die Seel­sor­ge steht im Mit­tel­punkt unse­res Christ­li­chen Glau­bens.

Damit sie das Leben haben und es in Fül­le haben” (Joh 10,10)

Was ist unser Auf­trag?

Als Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Pfar­rei­en­gemein­schaft Markt­ober­dorf för­dern wir eine gott­ver­wur­zel­te und men­schen­na­he Seel­sor­ge. Seel­sor­ge im Auf­trag der Kir­che ist Ein­satz für das Heil der Men­schen und für eine Kul­tur des Lebens.
Die Nach­fol­ge Jesu for­dert uns her­aus, die Men­schen an ihren Lebens­or­ten auf­zu­su­chen und in ihren Lebens­si­tua­tio­nen zu beglei­ten. Wir neh­men Anteil an ihren Sor­gen und Ängs­ten, Hoff­nun­gen und Freu­den und bie­ten Räu­me an, in denen sie Leben tei­len und Glau­ben ent­fal­ten kön­nen. Dabei sind wir dem Glau­ben der Kir­che ver­pflich­tet, den wir in einer ver­bind­li­chen und wohl begrün­de­ten Wei­se bezeu­gen.

Wor­aus leben wir?

Wir sind getra­gen von der Gewiss­heit, dass das Reich Got­tes schon mit­ten unter uns ange­bro­chen ist und der Hl. Geist unse­re Arbeit inspi­riert, trägt und ergänzt. Wir wis­sen uns von Gott vor­be­halt­los ange­nom­men und geliebt. Aus die­ser Über­zeu­gung ist unser Han­deln geprägt von Nächs­ten­lie­be, Respekt und Mit­ge­fühl nach dem Bei­spiel
Jesu.

Ermu­tigt durch die Fro­he Bot­schaft stel­len wir uns den Her­aus­for­de­run­gen der Gegen­wart. Wir beob­ach­ten auf­merk­sam die Zei­chen der Zeit, deu­ten sie im Licht des Evan­ge­li­ums und ent­wi­ckeln dar­aus unse­re Auf­ga­ben in dem Wis­sen, dass nicht alles in unse­rer Hand liegt. In allem suchen wir eine immer tie­fe­re Ver­bun­den­heit mit Jesus Chris­tus, beson­ders im Gebet, im Stu­di­um der Hei­li­gen Schrift, in der Fei­er der Eucha­ris­tie, in der Hin­wen­dung zu den Armen.

Wor­an las­sen wir uns mes­sen?

Die Kir­che ist „das all­um­fas­sen­de Sakra­ment des Hei­les“ (LG 48), „wel­ches das Geheim­nis der Lie­be Got­tes zu den Men­schen zugleich offen­bart und ver­wirk­licht“ (GS 45).
Dies stellt an uns und unse­re Arbeit hohe Qua­li­täts­an­for­de­run­gen:

Echt­heit: Wir ach­ten auf die Über­ein­stim­mung von Reden, Tun und Leben. Gro­ßen Wert legen wir auf unser per­sön­li­ches Glau­bens­zeug­nis.

Acht­sam­keit: Wir gehen sorg­fäl­tig mit den Fra­gen und Erfah­run­gen der ein­zel­nen Men­schen und Grup­pen um.

Sub­si­dia­ri­tät: Durch ziel­grup­pen­ori­en­tier­te Ange­bo­te unter­stüt­zen wir die ver­schie­dens­ten Berei­che der Seel­sor­ge.

Krea­ti­vi­tät: Wir ent­wi­ckeln inno­va­ti­ve, men­schen­na­he und zukunfts­ori­en­tier­te Kon­zep­te der Seel­sor­ge. Gemein­sam suchen wir nach zeit­ge­mä­ßen Aus­drucks­for­men des Glau­bens und nach einer christ­li­chen Lebens­kul­tur im All­tag.

Part­ner­schaft­lich­keit: Wir respek­tie­ren und för­dern die Viel­falt von Bega­bun­gen und Kom­pe­ten­zen in ihrer Gleich­wer­tig­keit und Not­wen­dig­keit. Wir pfle­gen in unse­rer Arbeit einen dia­lo­gi­schen Stil, der sich in gegen­sei­ti­ger Wahr­neh­mung und Wert­schät­zung aus­drückt.

Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft: Wir unter­stüt­zen uns gegen­sei­tig, bil­den geeig­ne­te Ver­net­zun­gen und suchen den Dia­log und die Zusam­men­ar­beit mit kirch­li­chen und öffent­li­chen Stel­len.

Was neh­men wir uns vor?

Wir set­zen die­ses Leit­bild um, indem wir regel­mä­ßig unse­re Arbeits­pro­gram­me und Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren auf ihre Auf­trags- und Zeit­ge­mäß­heit über­prü­fen. Wir ent­wi­ckeln das Seel­sor­ge­amt zu einer Dienst­ge­mein­schaft, die sicht­ba­rer Aus­druck unse­res Leit­bil­des ist. Unser Ziel ist es, ein aner­kann­ter und in Anspruch genom­me­ner Part­ner in der Seel­sor­ge zu sein. Wir stel­len uns selbst unter den Maß­stab des Evan­ge­li­ums und tra­gen dazu bei, dass Kir­che mis­sio­na­risch ist.
Wir ver­trau­en uns Got­tes Füh­rung an und sind bereit, wider­stän­dig zu sein gegen die übli­chen Plau­si­bi­li­tä­ten. Wir ermu­ti­gen die Men­schen zum Anders-Sein in der Frei­heit der Kin­der Got­tes (Röm 8,15ff).